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Bürgerinitiative

Für den Erhalt der Feuerwehrstandorte in Mörfelden-Walldorf
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Gründungspapier – Bürgerinitiative für zwei Feuerwehrgerätehäuser

Präambel

Wir, die drei Vertrauensleute des Bürgerbegehrens, sowie drei Vertreter der Parteien B’90/Die Grünen, CDU, DKP, die beim Bürgerbegehren unterstützt haben, gründen eine Bürgerinitiative, die sich für den Erhalt zweier Feuerwehrgerätehäuser – eins in jedem Stadtteil – ausspricht.

Entgegen der einhelligen Meinung der beiden Feuerwehren und der Brandschutzkommission hat der Magistrat eine Vorlage zur Abstimmung gebracht, die seitens der Regierungskoalition verabschiedet wurde und nur noch eine zentrale Feuerwache vorsieht.

Diese Vorlage fußt zum Teil auf falschen Annahmen und Behauptungen und mündet in unseren Augen in einer massiv verschlechterten Sicherheitslage für unsere Stadt.

Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt hat oberste Priorität. Dafür setzen wir uns ein. Wir wollen mit dem Bürgerentscheid die Planungen für ein zentrales Feuerwehrhaus kippen und treten für den Erhalt und die Sanierung der bestehenden Häuser ein.

 

Themen und Ziele

  1. Aufklärung der Bürgerinnen und Bürger über die Folgen einer zentralen Wache
  2. Durchführung eines erfolgreichen Bürgerentscheids
  3. Stärkung des Ehrenamtes

 

Wir treten für die dezentrale Lösung mit kostengünstiger Sanierung und Erneuerung beider Feuerwehrgerätehäuser ein.

Die wesentlichen Gründe dafür:

  • Vergleicht man den zentralen Standort zwischen beiden Stadtteilen mit den dezentralen Standorten, verschlechtern sich die Hilfsfristen, wahrscheinlich über die vorgeschriebenen 10 Minuten hinaus – dies gilt für den zentralen Standort vor allem für Innenstadtlagen in Mörfelden süd-westlich des Bahnhofs und in Walldorf nördlich der Waldstraße / westlich vom Rathaus; leider werden erst jetzt, nachdem Zweifel seitens der Feuerwehren ob der Richtigkeit der Zeiten auftraten, aussagekräftige Tests für die An- und Abfahrt zum zentralen Standort durchgeführt. Insbesondere die Anfahrwege gestalten sich schwierig, da in Stoßzeiten die Kreuzung B44/Wageninger Straße stark frequentiert ist.

 

  • Die Zahl der Feuerwehrleute im Einzugsgebiet mit 2-3 Minuten Anfahrt zu den Gerätehäusern reduziert sich auf weniger als die Hälfte – von derzeit jeweils 45 zum Standort in Mörfelden und in Walldorf (in Summe 90) auf 40 aus beiden Stadtteilen zum zentralen Standort (davon nur noch 13 aus Walldorf)

 

  • Das Ehrenamt der Freiwilligen Feuerwehr wird bei einem zentralen Standort in Frage gestellt – hauptamtliche Unterstützung der Feuerwehr würde mindestens 1,5 Millionen Euro pro Jahr kosten und das nötige Ehrenamt verdrängen. Weitere Kostensteigerungen und noch mehr hauptamtliches Personal wären die Folge und notwendig.

 

  • Ehrenamtler ohne eigenes Auto oder Führerschein werden ausgeschlossen, da die zentrale Wache im Einsatzfall nur mit dem Auto erreichbar wäre. Mitgliederschwund wäre die Folge. Vor allem junge Feuerwehrleute werden ausgeschlossen und deren Engament wird sehr schnell zurückgehen.

 

  • Die Ausbildung der Jugend hat bei der Feuerwehr einen sehr hohen Stellenwert. Der Großteil der Einsatzkräfte wird aus der Jugendfeuerwehr rekrutiert. Ein zentraler Standort, weit außerhalb des Stadtgebiets, erschwert den Kindern die Anreise erheblich und gefährdet somit den Nachschub an Einsatzkräften in besonderem Maße. Zudem findet die Ausbildung der Jugend in den Abendstunden statt, was eine Anreise durch unbewohntes und unbeleuchtetes Gebiet nicht gerade attraktiv macht.

 

  • Die Kosten sind bei Sanierungen geringer. Ein zentraler Bau in den geplanten Ausmaßen, wie er von den Regierungsparteien angestrebt wird, ist für eine Doppelstadt wie unser Mörfelden-Walldorf überzogen und stellt mal wieder die Schaffung eines Denkmals der Regierenden da, mit allen Folgen, die der Bürger schlussendlich zu tragen hat.

 

Die Feuerwehrkameradinnen und –Kameraden stellen sich mit Überzeugung in den Dienst der Allgemeinheit. Auch in der ersten Zeit nach Verabschiedung der Magistratsvorlage, als sich eine Vielzahl der Feuerwehrleute beurlauben ließen, um so ihren Protest gegenüber der Politik zu äußern, war die Sicherheit der Bürger immer gegeben. Sämtliche Einsätze wurden mit der nötigen Mannschaft innerhalb der Hilfsfristen durchgeführt. Ein Zeichen wurde gesetzt

Die Feuerwehrleute sind diejenigen, die nachts durch die Stadt fahren, um verletzte Personen aus ihren Autowracks zu befreien. Sie sind es, die in brennende Häuser rennen, um eingeschlossene Personen zu retten. Sie sind es und nicht die Vertreter des Magistrats. Warum wird nicht auf die Feuerwehrleute gehört? Parteipolitische Interessen und Profitgier werden über die Sicherheit der Bürger gestellt.

Brandschutzprofies wissen es besser – daher zwei Feuerwehrhäuser.

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