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Bürgerinitiative

Für den Erhalt der Feuerwehrstandorte in Mörfelden-Walldorf
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Bürgerinitiative warnt vor Kostenexplosion

Zentrale Feuerwehr ist keine „zukunftssichere Lösung“

Im Hinblick auf den Bürgerentscheid über die zukünftige Feuerwehrstruktur in Mörfelden- Walldorf am 16.12.2018 hatte sich am 21.9.18 eine Bürgerinitiative gegründet, die sich für den Erhalt der beiden Feuerwehrstandorte in Mörfelden und in Walldorf einsetzt.

Dabei geht es zum einen um den wichtigen Aspekt des Erhalts der Brandsicherheit in unserer Stadt. Diese wird heute auf Basis der beiden dezentralen Feuerwehrstandorte von der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt in hervorragender Weise sichergestellt. Die Einhaltung der gesetzlichen Hilfsfristen im Brandfall liegt in Mörfelden-Walldorf deutlich über dem hessischen Durchschnitt.

Doch für ebenso wichtig halten wir die finanziellen Auswirkungen der Planungen eines zentralen Feuerwehrstandortes durch die Rathaus-Koalition von SPD, Freien Wählern und FDP. Deren sogenannte ‚zukunftssichere‘ Lösung zerstört den heutigen kostengünstigen Freiwilligen Feuerwehrbetrieb unserer Stadt.

Aufgrund der längeren Fahrzeiten sowohl zum zentralen Feuerwehrstandort ‚auf der grünen Wiese‘ zwischen den Stadtteilen als auch für die Fahrten zurück in die Stadtteile verschlechtern sich die Hilfsfristen für große Teile des Stadtgebiets um 1 bis 3 Minuten. Da für die Ermittlung der Rettungszeiten stets der schlechteste Wert ausschlaggebend ist, führt dies zwangsläufig zur Einführung einer Berufsfeuerwehr in Mörfelden-Walldorf mindestens für den ersten Einsatzwagen. Anders könnte die Brandsicherheit in unserer Stadt bei einem zentralen Standort nicht mehr sichergestellt werden.

Die Bürgerinitiative wundert sich, dass dieser äußerst kostenträchtige Aspekt einer Berufsfeuerwehr bisher von Bürgermeister Becker und dem Ersten Stadtrat Ziegler als Protagonisten einer Schließung der bisherigen Standorte in Mörfelden und Walldorf völlig ausgeblendet wird.

Dabei liegen die Zahlen und Fakten dazu seit 2010 auf dem Tisch: Eine Berufsfeuerwehr würde für die Stadt zusätzliche Personalkosten von 1,8 Mio. € pro Jahr bedeuten.

Die Bürgerinitiative hat hierzu eine Kostenabschätzung für nächsten 20 Jahre erstellt, die die Sanierung der bestehenden Feuerwehrhäuser dem zentralen Neubau gegenüberstellt und die Personalkosten der Berufsfeuerwehr mit einbezieht.

Nach dieser Kostenprognose fallen mit der dezentralen Lösung und der Beibehaltung der Freiwilligen Feuerwehr über die nächsten 20 Jahre 11,3 Mio. € an, während es bei der zentralen Lösung mit hauptberuflichen Kräften 39,0 Mio. € wären.

Und sollte die von der Koalition derzeit geplante große Lösung mit Neubau des Bauhofs und eines Gebäudes für das DRK verwirklicht werden, fielen hierfür sogar 41,5 Mio. € an.

Die Bürgerinitiative warnt dringend davor, die Hand an ein funktionierendes, kostengünstiges System zu legen. Die Bürger der Stadt würden über Steuer- und Gebührenerhöhungen teuer dafür bezahlen.

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