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Bürgerinitiative

Für den Erhalt der Feuerwehrstandorte in Mörfelden-Walldorf
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„MöWa für Zwei“ wehrt sich gegen den Vorwurf der Polemik

Bürgermeister Heinz-Peter Becker wirft in einem Zeitungsartikel (Freitags-Anzeiger vom 25.10.208; siehe Anhang) der Bürgerinitiative „MöWa für Zwei“ Polemik und Unredlichkeit vor.

„Dieser Vorwurf ist absolut haltlos und wird von uns entschieden zurückgewiesen“, so BI-Vorstandsmitglied Sebastian Gleser. „Es hat den Anschein, dass die Verwaltung bewusst negative Aspekte eines zentralen Standortes unter den Tisch fallen lässt, um den bevorstehenden Bürgerentscheid für sich zu gewinnen“, so Gleser weiter.

„Jedes von uns entgegengebrachte Argument wird mit dem Hinweis auf Unsachlichkeit abgewiesen. Man will uns bewusst als Lügner hinstellen“, wirf Marco Schmitz empört ein. „Von einer sachlichen und fairen Argumentation, wie sie seitens der Stadtverwaltung immer wieder angemahnt wurde, sind wir weit entfernt“, erklärt Raphael Anger.

Hintergrund des Vorwurfs war die Mitteilung der BI, dass mit dem Bau einer zentralen Wache die zukünftigen Fixkosten deutlich nach oben schießen würden.
„Dies haben wir uns nicht ausgedacht“, erklären die drei Vorstände unisono, „dies kann man in der amtlichen Bekanntmachung vom 05.10.2018 nachlesen.“

Tatsächlich steht darin geschrieben, dass die Verwaltung bei einer zentralen Feuerwache mit einem Mitgliederschwund von 25% ausgeht. Um dies abzufangen, muss hauptamtliches Personal eingestellt werden. Die Verwaltung beziffert diese zusätzlichen Kosten auf ca. 1,5 Millionen Euro.

„Was daran ist nun unredlich, wenn wir versuchen, den Bürger alle Fakten über den geplanten Neubau zu vermitteln?“, fragt sich die BI. „Außerdem werden auch die Kosten für einen Neubau ohnehin noch einmal steigen, da der Baubeginn frühestens in sechs bis sieben Jahren ist. Bei der dezentralen Variante könnte sofort begonnen werden“, so die Meinung des BI-Vorstandes.

Ebenso kritisiert die BI erneut die Aussage der Verwaltung, dass ein zentraler Standort keinen negativen Einfluss auf die Hilfsfriste hätte.
„Für beide Stadtteile verschlechtert sich die Lage deutlich. Die Ausrückzeiten für zentrale Lagen sowohl in Mörfelden als auch in Walldorf sind deutlich länger. Auch dies haben wir uns nicht ausgedacht, dies zeigen die Grafiken der Verwaltung!“, meint Anger.

„Knapp 63% Walldorfs und 47% Mörfeldens würden wir in Zukunft später erreichen als bisher. Lediglich für die Gebiete nord-östlich der Bahn um den Wasserturm sowie das Gewerbegebiet in Mörfelden als auch das Gebiet „An den Eichen“ bis hin zur Bahn in Walldorf würden sich die Ausrückzeiten verbessern.“, erläutert Schmitz.
„Die Anfahrzeiten zum Gerätehaus hin wurden in der Bürgerversammlung gänzlich verschwiegen. Diese sind ebenfalls deutlich länger, so dass eine Einhaltung der gesetzlich geforderten Hilfsfrist von 10 Minuten kaum gewährleistet werden kann.“, führt Schmitz weiter aus.

„Wenn man mit der Maßgabe an eine Sache geht, dass alles besser wird, dann wurden hier die Hausaufgaben leider nicht gemacht“, schließt Anger die Stellungnahme.

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