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Bürgerinitiative

Für den Erhalt der Feuerwehrstandorte in Mörfelden-Walldorf
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Warum zwei Standorte?

Wie kam es überhaupt dazu, dass die beiden Feuerwehrgerätehäuser zusammengelegt werden sollen?

Auf Basis der Magistratsvorlage „Feuerwehr Mörfelden-Walldorf – zukunftsfähiger Standort Feuerwehrgerätehaus und Bauhof sowie das DRK Walldorf“ (Quelle: https://ksd.moerfelden-walldorf.de) vom 24.05.2018 wurde in der Stadtverordnetenversammlung am 19.06.2018 beschlossen, dass die bisherigen Feuerwehrgerätehäuser aufgegeben werden und ein neues, zentrales Feuerwehrgerätehaus zwischen Mörfelden und Walldorf errichtet wird.

 

Warum halten wir diese Entscheidung für falsch?

Hilfsfristen

Mit der zentralen Lösung werden sich die Hilfsfristen garantiert verschlechtern.
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Kosten

Bei einem Zentralen Standort, werden die Kosten höher sein.
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Einsatzbereitschaft

Bei einem zentralen Standort wird sich die Einsatzbereitschaft insgesamt verschlechtern.
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Vereinsleben

Mit der Verdrängung aus den Städten wird sich das Vereinsleben in Mörfelden-Walldorf ebenfalls verschlechtern.
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Jugendarbeit

Bei einem Standort außerhalb der Stadt, wird die Jugendfeuerwehr so nicht bestehen bleiben.
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Standortwahl

Der neue Standort befindet sich verkehrstechnisch ungünstig.
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Hilfsfristen

Bei einem zentralen Standort werden sich die Anfahrtszeiten nahezu flächendeckend verschlechtern. Dies trifft insbesondere die dicht besiedelten Innenstädte.

Walldorf


Bildquelle: Magistratsvorlage
AKTUELLER STANDORT

  • Aktuell werden weite Teile des Stadtgebietes in unter 3 Minuten erreicht. Lediglich östlich der Bahn und an den Eichen kann es zu Zeiten zwischen 4 und 6 Minuten kommen.
  • Durch den aktuellen Standort erreichen die Einsatzkräfte die im Stadtgebiet wohnen zügig das Gerätehaus und können somit in unter fünf Minuten ausrücken


Bildquelle: Magistratsvorlage

GEPLANTER, ZENTRALER STANDORT

  • Grüne Gebiete sind nahezu verschwunden.
  • Weite Teile der Wohngebiete haben sich orange gefärbt.
  • Die dichtbesiedelten Teile Nordwalldorfs, inkl. Teile des Wohnparks, Grundschulen und Kindergärten sind künftig kaum noch innerhalb der Hilfsfrist erreichbar und erfordern Anfahrzeiten von bis zu 5 Minuten unter idealen Bedingungen (siehe rot)

Mörfelden


Bildquelle: Magistratsvorlage

AKTUELLER STANDORT

  • Stadtgebiet ist größtenteils innerhalb von 4 Minuten erreichbar (Ausnahme Industriegebiet, in dem aber Brandmeldeanlagen frühzeitig potentielle Gefahren erkennen und die Menschen automatisch warnen)
  • Weite Teile der Wohngebiete sind optimal innerhalb von 3 Minuten erreichbar

Bildquelle: Magistratsvorlage

GEPLANTER, ZENTRALER STANDORT

  • Verschiebung der grünen Flächen ins nördliche Stadtgebiet.
  • Nur noch etwa die Hälfte des Stadtgebietes ist innerhalb von 3 Minuten erreichbar.
  • Insbesondere in den vormals grün- bzw. gelb markierten, dicht besiedelten Innenstadtbereichen verändert sich die Färbung nun zu orange bzw. rot. Dies stellt eine erhebliche Verschlechterung dar.

Quellennachweis: Die Texte im Abschnitt Hilfsfristen stammen aus dem Flyer des Verein der Feuerwehr Walldorf e.V.

Kosten

Eine Kostenersparnis ist bei allen vorliegenden Kalkulationen zum zentralen Standort nicht ersichtlich. Im Gegenteil: Eine Sanierung und Erweiterung der Bestandsgebäude ist günstiger als ein zentraler Neubau. Weiterhin wurde nicht berücksichtigt, dass bei einem zentralen Standort zu aller Wahrscheinlichkeit hauptamtliche Kräfte eingestellt werden müssen. Diese verursachen Personalkosten von bis zu 2 Mio. Euro jährlich.

Einsatzbereitschaft

Die landesweite Erfahrung zeigt, dass im Falle einer Zusammenlegung mit einem Rückgang von 30 Prozent der Kameraden zu rechnen ist. Losgelöst von diesem Rückgang kann der Brandschutz aufgrund der gesetzlichen Hilfsfristen nur noch durch zusätzliche hauptamtliche Kräfte sichergestellt werden.

Vereinsleben

Um die Vielfältigkeit und Lebensqualität in unserer Stadt erhalten zu können, benötigen wir unsere Vereine. Mit der Verbannung der Vereine Freiwillige Feuerwehr Walldorf e.V., Freiwillige Feuerwehr Mörfelden e.V. und des DRK treiben wir die Verweisung unserer Stadtkerne weiter voran.

Jugendarbeit

Die Ausbildung der Jugend hat bei der Feuerwehr einen sehr hohen Stellenwert. Der Großteil der Einsatzkräfte wird aus der Jugendfeuerwehr rekrutiert. Ein zentraler Standort, weit außerhalb des Stadtgebiets, erschwert den Kindern die Anreise erheblich und gefährdet somit den Nachschub an Einsatzkräften in besonderem Maße. Zudem findet die Ausbildung der Jugend in den Abendstunden statt, was eine Anreise durch unbewohntes und unbeleuchtetes Gebiet nicht gerade attraktiv macht.

Standort

Das geplante, zentrale Gerätehaus liegt an einer Bundesstraße und kann von allen Zufahrten lediglich über mindestens eine Ampelanlage erreicht werden. Die Verkehrslage an der Kreuzung Wageninger/B44 ist bereits jetzt schon als kritischer Verkehrspunkt zu betrachten.
Zur Zeit wohnen 90 Einsatzkräfte (45 pro Stadtteil) innerhalb eines Radius von 3 Minuten zum Gerätehaus. Künftig wohnen in diesem Zeitradius lediglich 40 Kameraden stadtweit.
Weiterhin ist die B44 immer wieder von Staus betroffen und somit kein zuverlässiger Garant für die ermittelten Anfahrtszeiten.